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Wer keine Zeit für seine Gesundheit aufwendet,
wird eines Tages viel Zeit für seine Krankheiten aufwenden müssen

 
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Fazit

Mein Wissen und meine Erfahrungen habe ich nun an Euch weitergegeben, doch worüber ich noch nicht bzw. sehr wenig geschrieben habe

Wie geht es mir heute?

Ich würde es mit der Schulnote befriedigend beschreiben. Durch die 3-fach Beckenosteotomie (1997) an der rechten Hüfte, habe ich heute weniger Schmerzen als damals, doch völlig schmerzfrei bin ich nicht. Meine Hüfte hatte schon erste Verschleisserscheinungen und somit hielt sich der Erfolg dieser 3-fachen in Grenzen. Je geringer der Verschleiss der Hüfte ist (besser noch gar kein Verschleiss), desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit durch eine geeignete Umstellungsosteotomie optimale Ergebnisse zu erzielen.

Mit dem Resultat war ich aber dennoch so zufrieden, dass ich im Oktober 2001 die 3-fache an der linken Seite machen liess. Diese war noch frei von Arthrose und ist nun, trotz einiger Komplikationen während der Genesungsphase, eine gute Hüfte geworden.

Gute Hüfte!? Sicherlich ist meine Hüfte nun nicht völlig gesund, die Hüftdysplasie und die damit verbundenen Auswirkungen werden mich auch weiterhin mein Leben lang begleiten. So reagiere ich empfindlich bei Wetterumschwung, und habe Schmerzen bei zu starker Belastung.

Aber wenn ich an die Zeit vor den 3-fachen zurück denke, wie schlecht es mir ging, was ich an Medikamente nahm und wie verzweifelt ich war. Ja, dann geht es mir heute wirklich gut und ich bin meinem Schicksal dankbar, gerade noch rechtzeitig von dieser Operationsmöglichkeit erfahren zu haben.

Medikamente nehme ich keine mehr, bzw. nur so dann und wann, wenn ich mir zuviel zugemutet habe. Ich betreibe immer noch Muskelaufbau mit dem Ziel irgendwann vernünftig auch längere Strecken gehen zu können.

Auch wenn es eine lange und harte Zeit bis hierher war, ich würde den Schritt der OP immer wieder gehen, es hat sich gelohnt.

Welche Klinik?

Die 3-fach Beckenosteotomie nach Tönnis hat in Dortmund ihren Ursprung. Mittlerweile wird sie jedoch auch in weiteren Kliniken durchgeführt. Hier sei z.B. die Rolandklinik in Bremen oder das evg. Krankenhaus Unna erwähnt.
Ich habe mich seiner Zeit für Dortmund entschieden, doch meine Homepage soll keine Werbung für Dortmund oder eine andere Klinik sein, sondern vielmehr eine Informationsquelle für alle Betroffene darstellen.
Sicherlich wird es weitere gute Kliniken, die eine Behandlung der Hüftdysplasie durchführen, geben. Ich kann nur über meine Erfahrungen in Dortmund berichten. Ich möchte hier keine Klinik empfehlen oder jemanden in seiner Entscheidung beeinflussen. Auch ist die Wahl der Klinik immer von der Entscheidung der Operationsmethode abhängig.

Welche OP?

Auch wenn ich mit dem Resultat der 3-fachen zufrieden bin, muss es nicht für jeden die optimale Lösung sein. Die Hüftdysplasie ist eine Erkrankung, die individuell ausgeprägt ist und bei jedem Patienten ein adaptiertes (angepasstes) Vorgehen erfordert. Die 3-fache ist nur eine von verschiedenen gelenkerhaltenden Operationsmethoden.



Welche die Beste ist, kann ich als Laie nicht beurteilen. Wie ich aus Erfahrung weiss, sind selbst die Meinungen der Ärzte unterschiedlich. Deswegen würde ich jedem mit der Diagnose "Hüftdysplasie" empfehlen, immer eine 2. Meinung von einem Spezialisten einzuholen, bevor er sich zu einer Behandlung, bzw. Operation entschliesst.

Soll ich wirklich?

Die Einwilligung zur Operation ist keine leichte Entscheidung. Auch mir ist diese Entscheidung schwergefallen. Ich plagte mich mit den Fragen:

Was kommt auf mich zu?
Wie verkrafte ich alles?
Wie bewältige ich die Situation nach der OP?
Was bringt mir die OP?
Geht es mir anschliessend besser?

Das sind alles Fragen auf die keiner antworten kann, leider.
Mir haben seiner Zeit die Erfahrungen anderer Betroffener weitergeholfen.

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